| Termine Concordia 2 Kreisliga Gruppe Mitte | |||
| Datum | Paarung | Ergebnis | |
| 21.09.2025 | SG Nettetal 2 - BW Concordia 2 | 2 : 4 | Spielbericht |
| 09.11.2025 | BW Concordia 2 - SF Kempen 5 | 3,5:2,5 | Spielbericht |
| 18.01.2026 | Krefelder SK Turm 6 - BW Concordia 2 | 1 : 5 | Spielbericht |
| 01.03.2026 | BW Concordia 2 - SF Süchteln 3 | ||
| 03.05.2026 | Krefelder SG Rochade 2 - BW Conc. 2 |
| Einzelergebnisse Kreisliga Mitte 2025/26 | |||||||||
| Rang | Spieler | DWZ | 1. | 2. | 3. | 4. | 5. | S | % |
| 2-9 | Egon Klaus | 1756 | 1 | 1 | 1 | 3 | 100 | ||
| 2-10 | Wilfried Rahn | 1686 | 1 | 1 | 1 | 3 | 100 | ||
| 2-12 | Klaus-Dieter Gilgenbach | 1506 | 1 | 1 | 2 | 100 | |||
| 2-13 | Andre Stückemann | 1455 | 1 | 0,5 | 1 | 2,5 | 83,3 | ||
| 2-14 | Günter Lietz | 1240 | 0 | 0 | 1 | 33,3 | |||
| 2-2003 | Reinhold Schneider | 1514 | 1 | 0 | 1 | 50 | |||
| 3-18 | Tobias Wilhelm | - | 0 | ||||||
| 3-19 | Roland Bähren | 1366 | 0 | ||||||
| gesamt | 4 | 3,5 | 5 |
Spielberichte
21.09.25 Nettetal 2 – Concordia 2 2:4
Zum Auftakt ging es für uns nach Nettetal. Erwin hat sich von der Mannschaft zurückgezogen und wird durch Tobias Wilhelm ersetzt. Heute fehlte auch Klaus Gilgenbach, der durch Reinhold Schneider ersetzt wurde. Nominal waren wir hoch überlegen, aber es wurde deutlich knapper als wir uns das gewünscht hätten.
Am 4. Brett geriet Günter Lietz bereits in der Eröffnung in Bedrängnis. Im gelang keine Rochade und seine Stellung war sehr passiv. Als Weiß daran ging, seine Überlegenheit in Zählbares umzusetzen, gab Günter die Partie verloren. 1:0
Andre Stückemann an Brett 3 entwickelte aus der Eröffnung einen starken Angriff, der zu einem Figurengewinn führte. Andre gewann noch eine weitere Figur, wandelte einen Bauern in eine Dame um und setzte zu guter Letzt auf der Mitte des Brettes Matt. 1:1
Die nächste Entscheidung fiel an Brett 5. Reinhold hatte in der Eröffnung eine überlegene Stellung erarbeitet. Er ließ seinem Gegner keine Ruhe und gewann in sicherer Manier Material und die Partie. 1:2
Die restlichen Partien verliefen deutlich zäher: am 1. Brett hatte Egon Klaus eine Qualität gegeben und dafür einen Freibauern erhalten. An Brett 2 war die Stellung ausgeglichen, während am Brett 6 Tobias Wilhelm zwar die aktiveren Figuren hatte, aber auf Kosten von zwei Bauern. Das Ganze konnte also noch für uns nach hinten losgehen.
Wilfried Rahn gelang es an Brett 2, im Turmendspiel seine Bauernmehrheit am Damenflügel in Bewegung zu setzen. Weiß konnte die Bauern noch aufhalten, aber das resultierende Bauerendspiel war für Wilfried klar gewonnen. 1:3
Damit war das Mannschaftsremis gesichert, aber wir wollten mehr. Egon tauschte an Brett 1 seine Dame vorteilhaft und hatte damit zwei verbundene Freibauern. Als sein Gegner gezwungen war, die Qualität zurück zu geben, stand Egon klar auf Gewinn und sein Gegner gab einige Züge später auf. 1:4
Tobias gelang es am letzten Brett, seine aktive Figuren dazu zu nutzen, zumindest einen Bauern zurück zu gewinnen. Doch der verbleibende Mehrbauer für Weiß war ein entfernter Freibauer auf der a-Linie. Das Doppelturm-Endspiel versprach noch Remischancen, aber Tobias tauschte einen Turm ab und ließ den a-Bauern auf die 7. Reihe. Nachdem er seinen letzten Bauern verloren hatte, war das Turmendspiel nicht mehr zu halten und er gab auf. 2:4
Erst im November geht es für uns gegen Kempen V weiter, die heute ebenfalls 4:2 gewannen.
09.11.2025 Concordia II – SF Kempen V 3,5:2,5
Dieses Wochenende versprach richtig gut zu werden. Am Samstag behaupteten sich gleich 4 deutsche Spieler in der dritten Runde des FIDE World Cup, u.a. schlug Frederik Svane den amtierenden Weltmeister Gukesh und Alexander Donchenko gewann gegen die Nummer 5 der Welt, Anish Giri. Unsere U20 feierte ebenfalls ein Erfolg und Borussia Mönchengladbach gewann das Derby gegen den 1. FC Köln. Da durften wir als zweite Mannschaft doch nicht patzen. Nominell wieder das stärkere Team, hatten die Kempener eine homogene Mannschaft mit DWZ von 1300-1499 aufgeboten. Zumindest an den unteren Brettern waren die Chancen ausgeglichen. Es wurde dann auch knapp vom Ergebnis her, aber nicht vom Spielverlauf.
Die erste Entscheidung fiel an Brett 5. Günter war gut aus der Eröffnung herausgekommen und versuchte gerade Druck auf den Gegner auszuüben. Die Turmverdopplung sah gut aus, aber er hatte übersehen, dass der zweite Turm dem vorderen Turm den Rückzug verstellte und so musste er nach einem Bauernangriff auf den vorderen Turm die Qualität geben. Beim Versuch, aktiv zu spielen, verlor er weiteres Material und gab auf. 0:1
Unspektakulär verlief die Partie an Brett 1. Egon kam gut aus der Eröffnung raus und wickelte alsbald in ein Endspiel mit deutlichen positionellen Vorteilen ab. Folgerichtig gewann er erst einen, dann einen zweiten Bauern. Als die Freibauern von Egon auf der 2. Reihe angekommen waren, gab sein Gegner auf. 1:1
Andre hatte sich an Brett 4 Raumvorteil erarbeitet und versuchte, am Königsflügel anzugreifen. So richtig Zwingendes wollte sich jedoch nicht einstellen und so einigte man sich auf Remis. 1,5:1,5
Wilfrieds Gegner an Brett 2 initiierte in der Eröffnung einen Bauernsturm am Königsflügel. Wilfried ging dem aus dem Weg, indem er lang rochierte. So war eine kleine Kombination möglich, die einen Bauern gewann. Dabei ging einiges Material vom Brett und Wilfried tauschte weiter ab, bis ein Einspiel Läufer und Bauern gegen Springer und Bauern entstand. Das war klar für Wilfried gewonnen, auch wenn der Gewinnweg sich über 20 Züge hinzog. 2,5:1,5
Die Bretter 3 und 6 mussten nun die Entscheidung bringen. Reinhold stand ausgeglichen; Klaus stand etwas besser. Zwei Remis würden uns ja reichen.
Dann griff Reinhold jedoch fehl. Er hatte zu unbesorgt einen Turm ins gegnerische Lager gestellt und war dann gezwungen, die Qualität zu geben. Damit musste Klaus gewinnen.
Der hatte sich aber schon am Damenflügel durchgesetzt und zwei Freibauern weit vorgerückt. Sein Gegner opferte eine Figur für diese Bauern und hoffte so, die Partie zu halten. Klaus spielte jedoch ruhig und überlegt weiter. Als sein Gegner einmal nicht aufpasste, gelang ihm ein zweizügiges Matt, das sich der Gegner dann aber doch nicht mehr zeigen ließ. 3,5:1,5
Reinhold versuchte noch in den Remis-Hafen zu gelangen, aber sein jugendlicher Gegner spielte umsichtig und gewann letztendlich sicher. 3,5:2,5
Damit sind wir Tabellenzweiter, aufgrund der geringeren Brettpunkte gegenüber Süchteln III. Die dritte Runde gegen den Tabellenletzten Turm Krefeld VI folgt erst im neuen Jahr, am 18. Januar in Krefeld.
18.01.26 Turm Krefeld VI – Concordia II 1 : 5
Heute ging es gegen die bisher schwächste Mannschaft und alles andere als ein hoher Sieg wäre eine Enttäuschung gewesen. Aus der Stammmannschaft wurde Tobias Wilhelm durch Roland Bähren ersetzt.
Die erste Entscheidung gab es an Brett 2. Wilfried hatte in der Eröffnung einen Zentrumsbauern gewonnen und wenig später auch noch den zweiten. Dann verlor sein Gegner auch noch eine Figur und den Bauernsturm im Zentrum hatte er dann nichts mehr entgegenzusetzen. 0 : 1
An Brett 1 spielte Egon positionell und besorgte dem Gegner zwischenzeitlich sogar 3 Doppelbauern. Es wurde schnell ins Bauernendspiel abgewickelt, dass dann Egon klar gewann. 0 : 2
Klaus schlug an Brett 3 in der Eröffnung auf f7 ein um dann während der Bedenkzeit seiner Gegnerin festzustellen, dass die Kombination letztendlich eine Figur verlieren würde. Die Gegnerin traute sich jedoch nicht, auf f7 mit dem König zu nehmen und litt dann unter ihrer schlechten Königsstellung. Klaus spielte dann etwas vorsichtiger, konnte aber gut Druck auf den König machen, so dass er die Qualität gewann. Bei der Abwicklung ins Endspiel eroberte er noch drei Bauern, so dass das Endspiel klar gewonnen war. 0 : 3
Andre griff aus der Eröffnung heraus am Königsflügel an, fand aber lange Zeit keinen Durchbruch. Erst als er eine Qualität opferte, wurde es für den gegnerischen König gefährlich. Der übersah ein einzügiges Matt, dass sich Andre nicht nehmen ließ. 0 : 4
Damit war der Mannschaftskampf gewonnen, aber an den letzten beiden Brettern sah es nicht so gut aus.
Roland hatte am letzten Brett das Pech, gegen den stärksten Spieler von Krefeld (DWZ 1456) zu spielen. Bereits nach wenigen Zügen ließ er eine Figur stehen. Dennoch gelang es ihm, Gegenspiel zu entwickeln und seinen Gegner unter Druck zu setzen. Der blieb jedoch ruhig und kontrollierte alles. Als Roland eine Springergabel zuließ, gewann er noch einen Turm und wenig später die Partie. 1 : 4
Die mit Abstand längste Partie spielte Günter. Günter hatte einen Bauern verloren, aber dann kamen beide Seiten nicht mehr so richtig weiter. Alle Leichtfiguren wurden abgetauscht und das dann entstandene Mittelspiel mit allen Schwerfiguren hatte es in sich. Entscheidend wurde eine Fesselung, die Günter gegen einen gegnerischen Turm aufbaute. Dadurch konnte er auf die siebte Reihe der Gegnerin eindringen. Diese konterte mit einem feinen Damenzug, der einzügig Matt drohte. Günter war aber zuerst am Drücker und jagte den gegnerischen König über das Brett. Es blieb unklar, wie es ausgegangen wäre, denn vor dem 40. Zug überschritt seine Gegnerin die Zeit.
Kurze Anmerkung: Ihr solltet natürlich die Zeit eurer Gegner im Blick behalten und ggf. Zeitüberschreitung reklamieren. Nach den FIDE-Regeln ist der Schiedsrichter gehalten, bei Zeitüberschreitung einzugreifen. Bei unseren Mannschaftskämpfen fungieren die Mannschaftsführer als Schiedsrichter und so durfte ich die Zeitüberschreitung für Günter reklamieren. Andere Spieler dürfen sich nicht einmischen. Und die Kehrseite: bei Zeitüberschreitung von Günter hätte ich ebenfalls eingreifen müssen.
Unser nächstes Spiel findet am 01.03. zuhause statt. Bei einem Sieg sollte unser Aufstieg mehr oder weniger sicher sein, zumal Süchteln heute gegen Kempen V mit 1:5 verloren hat. Stärkster Konkurrent ist damit Kempen V geworden, gegen die wir schon gewonnen haben.
